BIV-Frühjahrsumfrage 2019

Gebäudereiniger-Handwerk stellt ernüchterndes Zwischenzeugnis aus

 

Knapp zwei Drittel der Unternehmen kritisieren die bisherige Arbeit der Großen Koalition als
lediglich ausreichend (38 Prozent) beziehungsweise sogar mangelhaft (22 Prozent).

Das ist das Ergebnis der aktuellen BIV-Frühjahrsumfrage der mit knapp 700.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigungsstärksten deutschen Handwerksbranche. Lediglich ein Drittel (36 Prozent) der Unternehmen gibt der Großen Koalition eine befriedigende Note. Vier Prozent vergeben ein Gut, kein einziges Unternehmen vergibt sehr gute Noten.

GroKo: Kritik an Befristungsplänen, Rentenpolitik und Mobilitätschaos
Die Top-Drei-Themen, die die Unternehmen zurzeit am meisten umtreiben, sind die geplante Einschränkung der Befristungsregeln sowie die Weigerung, bei Steuern oder Sozialabgaben Entlastungen anzustreben. „Rolle rückwärts bei der Flexibilität, Ideenlosigkeit bei Entlastungen, Schneckentempo bei Investitionsprojekten und Digitalisierung – kein Wunder, dass diese Anti-Mittelstandspolitik schlechte Bewertungen bekommt“, so Johannes Bungart, Geschäftsführer des Bundesinnungsverbandes des Gebäude-reiniger-Handwerks. Dazu kommt eine Umwelt-, Energie- und Mobilitätspolitik ohne roten Faden: „In manchen Städten darf der Handwerker nicht mehr mit seinem Diesel fahren, obendrauf diskutieren wir über neue CO2-Steuern, und die Politik preist Elektroautos an, die heute noch viel zu teuer und unflexibel sind. Wir müssen aufpassen, dass wir uns beim Thema Mobilität in Deutschland kein Eigentor schießen“, so Bungart.

Konjunkturprognose
Inzwischen haben sowohl die Bundesregierung als auch die Institute ihre Prognosen für 2019 reduziert. Auch die Unternehmen des Gebäudereiniger-Handwerks sind in ihrer Bewertung vorsichtiger geworden. Knapp zwei Drittel bezeichnen die Konjunkturaussichten für 2019 immerhin noch als gut (62 Prozent), ein Drittel (31 Prozent) nur noch als befriedigend.

Steigende Tariflöhne als Antwort auf den Arbeitskräftemangel
Mit Abstand größte Herausforderung für die Unternehmen ist das Thema Arbeitskräftemangel (84 Prozent). Ein zentraler Baustein für die Arbeitgeber-Attraktivität sind steigende Tariflöhne und Azubivergütungen. Bis Ende 2020 gleicht die Gebäudereinigung die Löhne in Ost und West an. Der tarifliche Branchenmindestlohn als Einstieg für einfache Tätigkeiten liegt dann bundesweit und flächendeckend bei 10,80 Euro pro Stunde und damit mehr als 15 Prozent über dem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn (2020: 9,35 Euro). Die Azubivergütungen steigen bundesweit auf 775 bis 1050 Euro je nach Lehrjahr. „Dauerbrenner“ bleibt die überbordende Bürokratie (56 Prozent), die vor allem kleine und mittlere Unternehmen auf Bundes-, Landes- sowie auf kommunaler Ebene stark belastet.

 

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