Geht nicht gibt's nicht

Experten empfehlen externe Gebäudedienste



Wolf-Rüdiger Schwarz

Nach Aufhebung der Meisterpflicht ist in Deutschland die Anzahl der Gebäudereinigungsunternehmen auf über 25.000 Betriebe angewachsen. Der Kern davon bilden die circa 2.500 Gebäudedienstleistungsunternehmen, die in den Innungen des Gebäudereiniger-Handwerks organisiert sind, die auf Grund ihrer fachlichen Ausbildung den Auftraggebern infrastrukturelle Dienstleistungen mit hohen Qualitätsstandards bieten.

Aufgabenvielfalt
Die allermeisten Innungsbetriebe bieten heutzutage diversifizierte infrastrukturelle Dienstleistungen an, die weit mehr beinhalten als die ausschließliche Reinigung von Gebäuden. Die Gebäudedienstleister moderner Prägung helfen auf vielfältige Art bei der effizienten und wirtschaftlichen Nutzung von Räumen und Liegenschaften. Es besteht die Möglichkeit, eine breite Palette betriebsbegleitender Prozesse outzusourcen, damit man sich auf die eigentliche unternehmerische Kernkompetenz konzentrieren kann. Dadurch lassen sich bei geringerem Zeit- und Kostenaufwand oft deutlich bessere Ergebnisse erzielen. Als Ergebnis dieser optimierten
Arbeitsbedingungen steigt zwangsläufig auch das Leistungspotenzial der betrieblichen Kapazitäten. Insbesondere in Zeiten knapper Personalressourcen ist die Vergabe von infrastrukturellen Dienstleistungen oftmals der einzige Ausweg, um notwendige Aufgaben in diesen Bereichen durchführen zu können. Auch bei besonderen betrieblichen Anlässen oder unvorhergesehenen Ereignissen sind die Mitgliedsbetriebe der Gebäudereiniger-Innungen ein kompetenter Ansprechpartner – auch bei der Vorbereitung und Durchführung von Jubiläumsfeiern oder bei der Beseitigung von Wetter- und Brandschäden.
Die zahlreichen Kompetenzfelder der:

  • Gebäudedienstleister sind in drei Bereiche gegliedert:
  •  Infrastrukturelle Gebäudedienste
  • Technische Gebäudedienste Kaufmännische Gebäudedienste Zu den Anbietern dieser Dienstleistungen zählen große Universalisten für Gesamtlösungen ebenso wie hochspezialisierte kleinere Betriebe.

Infrastrukturelle Gebäudedienste
Die infrastrukturellen Gebäudedienste bilden die Basis eines ganzheitlichen Gebäudemanagements, wie es von immer mehr Unternehmen im „one-stop-shopping“ praktiziert wird. Bei dieser Vorgehensweise hat man nur einen Gebäudedienstleister als Vertrags- und Ansprechspartner. Nicht ausgeschlossen dabei ist, dass dieser auf eigene Rechnung sich individuelle Fachkompetenz einkauft und auf eigene Rechnung und Gefahr Subunternehmen mit ins Boot holt. In der Regel entstehen solche „Alles-aus-einer-Hand-Lösung“ in einem über mehrere Jahre verlaufenden Prozess. Dabei wird beispielsweise als Einstieg die Unterhaltsreinigung vergeben, dann folgen Hol- und Bringdienste, später Hausmeisterdienste, der Objektschutz und schließlich saisonale Aufgaben wie Parkplatzreinigung im Herbst und Winterdienste. Man kann also die infrastrukturellen Gebäudedienste als ein Modulsystem betrachten, dass individuell und sehr flexibel an die Bedürfnisse eines Unternehmens angepasst wird. Dabei lässt sich das Outsourcing schrittweise, ohne Reibungsverluste und sozialverträglich, gestalten, weil die Mitgliedsbetriebe der Gebäudereiniger-Innung an tarifliche Absprachen gebunden sind. Zu den gefragtesten Gebäudediensten zählen:

  • Reinigungsdienste: Nach wie vor das Hauptgeschäftsfeld der Gebäudedienstleister.
  • Catering: Vom gelegentlichen Veranstaltungsservice bis zur ständigen Kantinenbewirtschaftung.
  • Sicherheitsdienste: Objektschutz, Werkschutz, Empfangsdienste, Telefondienste, Notrufdienste.
  • Hausmeisterdienste: Vom Winterdienst und Kleinreparaturen bis zur Kontrolle und Betreuung der gesamten haustechnischen Einrichtungen.
  • Sonderdienstleistungen: Botendienste, Büromaterialbeschaffung, Pförtner- und Telefondienste oder auch Umzugsorganisation- oder durchführung. Wobei auch immer externe Hilfe benötigt wird, ein Gebäudedienstleister findet eine Lösung.

Instandhaltung
Unter dem Begriff Instandhaltung nach DIN 31051 sind die Aufgabengebiete „Wartung und Reinigung“ eingeordnet. Bei der Vergabe sollte grundsätzlich darauf geachtet werden, dass man
einen Dienstleistungspartner findet, der entweder Spezialist für die jeweilige Dienstleistung ist oder beide Aufgabenbereiche „Industrierreinigung und technische Gebäudedienste“ abdeckt.

Industriereinigung
Die Industriereinigung, oftmals auch Betriebsreinigung genannt, beinhaltet ein sehr weites Betätigungsfeld – vom Reinraum bis zur Produktionsstätte. Zum Beispiel herrschen in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie  ganz andere Bedingungen als in der Schwerindustrie. Klar ist, dass damit andere Anforderungen und Notwendigkeiten an die Reinigung von Gebäuden, Anlagen und Maschinen gestellt werden. Damit diese Arbeiten fachgerecht, gründlich, termingerecht und kostengünstig ausgeführt werden können, sollten am Anfang einer Zusammenarbeit intensive Beratungs- und Abstimmungsgespräche mit dem Fachbetrieb geführt werden. Geklärt werden muss, in welchen Intervallen die abgesprochenen Dienstleistungen durchgeführt werden sollen. Eine ebenfalls wichtige Frage ist, wie und zu welchen Zeitpunkten die verabredeten Dienstleistungen durchgeführt werden sollen, damit sie nicht die Workflows des Unternehmens negativ beeinträchtigen. Welche speziellen Vorschriften zu beachten sind, ist ebenfalls eine wichtige Frage, die es zu beantworten gilt. Durch kontinuierlich durchgeführte Qualitätskontrollen sollten sämtliche Sicherheits-, Hygiene- und Umweltvorschriften genauestens geprüft werden. Die Vergabe von Gebäudedienstleistungen im Industriebereich verzeichnet im gesamten Dienstleistungsportfolio steigende Zuwachsraten. Dabei stehen folgende Leistungen im Zentrum des Interesses:

  • Reinigung und Pflege von Industriefußböden
  • Reinigung von Gebäudeinnenflächen: Decken, Wänden, Rohren, Schächten
  • Reinigung von Industrieverglasungen
  • Außenreinigung von Maschinen und Produktionsanlagen
  • Entfernen der Späne von Maschinenteilen
  • Absaugen von Bohr- und Altöl
  • Entfernen von Korrosion an Maschinenteilen
  • Wartungsarbeiten
  • Entsorgungsservice
  • Reinigung raumlufttechnischer Anlagen
  • Reinigung von Führungsbahnen an Maschinen
  • Reinraumreinigung

Technische Gebäudedienste
Viele moderne Gebäudedienstleister beschäftigen Techniker und Ingenieure, welche die technische Betriebsführung, die gesamte Instandhaltung und sogar die Projektleitung bei Baumaßnahmen abnehmen. Im gemeinsamen Dialog wird dabei ein individuell auf das Unternehmen zugeschnittenes Instandhaltungskonzept erarbeitet und professionell umgesetzt. Dabei betrachtet der Gebäudedienstleister die Aufgaben ganzheitlich und arbeitet Herstellerunabhängig. Störungen zum Beispiel werden bei diesem Konzept zeitnah kompetent und zuverlässig behoben. Wichtig dabei zu erwähnen sind auch die transparenten Fixkosten. Das Leistungsspektrum der technischen Betriebsdienste umfasst vor allem: Technische Betriebsführung, Bedienung der Technik, Energiemanagement, Zielverfolgung von Langzeitkonzepten, technische Beratung, Abnahmen, Gewährleistungsverfolgung und Funktionsprüfung, Nutzerinformation, Ausmustern/Abbauen, Schließanlagen, vorbeugender Brandschutz, Instandhaltung nach DIN 31051, Wartung, Inspektion, Instandsetzung, Dokumentation, Diagnose von Störungs- und Schadensursachen.

Kaufmännische Gebäudedienste
Zunehmend ins Blickfeld der Vergabepotenziale rücken kaufmännische Gebäudedienste als einzelne Aufgabenstellung oder als gesamte Aufgabenstellung innerhalb des Gebäudemanagements, wobei die kaufmännische Bewirtschaftung outgesourct wird. Die Inhalte sind: Vertragsmanagement, Objektbuchhaltung, Nebenkostenerfassung, Flächenbewirtschaftung oder auch Sonderdienstleistungen wie Fuhrparkverwaltung, Zentralsekretariat, Büroservice. Fazit: Warum Outsourcing? Individuelle Beweggründe für das Outsourcing von Reinigungstätigkeiten und infrastrukturellen Gebäudediensten, von technischen und kaufmännischen Gebäudediensten sind vielfältig. Die Entscheidung, welche optionalen Lösungen für das individuelle Unternehmen möglich sind, sollte nicht durch Vorurteile verhindert und nicht ohne ein klärendes Gespräch mit einem potenziellen Gebäudedienstleister gefällt werden. Optimierungspotenziale, die durch Outsourcing erreicht werden können, sollten unter folgenden Kriterien geprüft werden: Kostensenkung, Qualitätssteigerung, Flexibilität, Effizienz, Leistungs- und Kostentransparenz, Liquiditätsvorteile, Planungssicherheit, vereinfachte Kommunikation und Dokumentation.

 

Anmeldung

Kontakt

Geschäftsführer Michael Zwisler
Sekretariat Sabine Firley
Sekretariat Beate Meyer

Gebäudereiniger-Innung
Südbayern und  Stadtkreis Regensburg
Dessauerstraße 7
80992 München

Telefon: 089/14303876
Telefax: 089/14303956
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