Pädagogische Einrichtungen

Handlungsempfehlung zur Reinigung und Desinfektion



Wolf-Rüdiger Schwarz

Auch wenn noch nicht alle pädagogischen Einrichtungen ihren Regelbetrieb wieder aufgenommen haben, so sind doch einige schon teilweise beziehungsweise eingeschränkt geöffnet. Spätestens aber nach den Sommerferien wird es eine zunehmende Zielsetzung sein, wieder alle pädagogischen Einrichtungen zu öffnen.

Reinigung von pädagogischen Einrichtungen in der Corona-Pandemie
Die Zeit der geschlossenen Schulen, Kindertagesstätten und allen anderen pädagogischen Einrichtungen, in den Sommerferien sollte effektiv genutzt werden.
Es sollte nicht nur eine gründliche Reingung mit anschließender Desinfektion vorgenommen werden, sondern auch sämtliche Ausstattungskriterien, welche zu einem notwendigen hygienischem Verhalten benötigt werden, sollten ebenfalls überprüft werden; dies gilt insbesondere für die Einrichtung der Sanitäranlagen der kleinen Benutzer.

Stufenweise Wiedereröffung
Mit der stufenweisen Wiedereröffnung der Einrichtungen nach den Sommerferien stellt sich auch die Frage nach der Vorbereitung dieses Termins im Hinblick auf die Gebäudereinigung und die Ausrichtung der Hygienemaßnahmen auf die besonderen pandemiebedingten Anforderungen.
Diese folgenden Handlungsempfehlungen sollen für die Vorbereitung, Durchführung und die Erstellung eines fachgerechten Konzepts der Reinigung nach Wiedereröffnung und die speziellen Anforderungen an die Reinigung in Pandemiezeiten dienen.

Stellenwert der Gebäudereinigung
Eine aktuelle FORSA-Umfrage zeigt, dass 96 Prozent der Deutschen die Gebäudereinigung in der aktuellen Corona-Krise als wichtig beziehungsweise sehr wichtig bewerten. Gerade der Aufenthaltsort ihrer Kinder wird in der Pandemiezeit mit besonders kritischer und hoher Sensibilität gesehen, um deren Sicherheit zu gewährleisten. Ein hygienischgepflegtes
Lern- und Betreuungsumfeld trägt zur Erfüllung dieses Kernbedürfnisses bei.

Reduktion des Übertragungsrisikos
Das Ziel von Flächenhygienemaßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie ist die Reduktion des Übertragungsrisikos des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2. Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen dienen überwiegend dem Zweck, Tröpfchenkontamination von Oberflächen zu beseitigen, so dass anschließend von der behandelten Oberfläche keine Infektionsgefährdung mehr ausgehen kann.

Maßnahmen vor der Wiedereröffnung
Sofern noch nicht geschehen, sollte vor Wiederöffnung der pädagogischen Einrichtungen eine gründliche Reinigung unmittelbar vor dem Beginn des Unterrichts beziehungsweise der Betreuung vorgesehen werden. Insbesondere gilt dies, wenn in der Zeit der Schließung keinerlei Reinigung stattgefunden hat oder wenn erst im Anschluss an die Reinigung eine neue Aufstellung und Anordnung der Möblierung zur Einhaltung der Abstandsregeln stattgefunden hat. Dies entspricht auch den Empfehlungen der DIN 77.400 „Reinigungsdienstleistungen — Schulgebäude — Anforderungen an die Reinigung“.

Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen
Die Durchführung von Flächenreinigungs- und -Desinfektionsmaßnahmen ist abhängig vom Infektionsübertragungsrisiko der Oberflächen im jeweiligen Objektbereich. Das Ausmaß der durchzuführenden Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen wird dabei bestimmt durch die Wahrscheinlichkeit des direkten Kontaktes und die mögliche Kontamination der Oberflächen mit SARS- CoV-2 sowie durch das individuelle Gefährdungspotential der Nutzer bestimmt. Laut der „Ergänzung zum Nationalen Pandemieplan – COVID-19 – neuartige Coronaviruserkrankung“ vom 04.03.2020 des Robert Koch Instituts ist in öffentlichen Einrichtungen eine fach- und sachgerechte Reinigung der Flächen mit wirksamen Reinigungsprodukten unter Beachtung der „Guten Hygienepraxis“ vorzusehen. Gegebenenfalls sind, so das RKI weiter, die Reinigungsintervalle zu erhöhen.‘ Speziell bei Schulgebäu- den lautet unsere dringende Empfehlung, dass angesichts der dort heute üblichen niedrigen Intervalle die Reinigungshäufigkeiten einer kritischen Prüfung unterzogen werden.

Sicherheit durch Sauberkeit
Vor dem Hintergrund der psychologischen Wirkung einer optisch sauberen Umgebung in dieser Krisen- zeit mit starker Verunsicherung von Schülerinnen und Schülern, aber auch den Lehrkräften und Eltern, sollte darüber nachgedacht werden, die Häufigkeit der Reinigung auf nutzungstäglich zu erhöhen und gegebenenfalls auch mit Tageskräften eine kontinuierliche Reinhaltung der Hotspots zu gewährleisten.

 

 

 

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Sekretariat Beate Meyer

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